Englisch Deutsch

plaisir Süd

38,00 EUR

zzgl. Versandkosten


2-5 Tage Lieferzeit


Sonne satt, warmer Fels und kulinarische Höhenflüge – das sind Kletterferien auf der Alpensüdseite. Kaum sonst wo findet man ein solch grosses und abwechslungsreiches Angebot an Plaisir-Klettereien wie hier. Das erkannte auch Jürg von Känel und so erschien 1998 die erste Ausgabe des «Plaisir Sud». Bis ins Jahr 2003 erschienen zwei weitere, überarbeitete Auflagen des gefragten Führers.
Zwei Jahre nach Jürgs Tod war die bisherige Auflage ausverkauft – es drängte sich eine Überarbeitung auf. Sein Bruder Res von Känel stellte sich der Aufgabe und begann mit dem Rekognoszieren der Gebiete. Als Bergführer konnte er dies häufig mit seiner beruflichen Tätigkeit verbinden und brachte zudem grosse Erfahrung im Sportklettern und Bergsteigen mit. Res arbeitete selbständig und die Arbeit in der freien Natur am Fels machte ihm grosse Freude. Aber alles kam anders. Am 7. September 2009 verunglückte Res mit einem Gast am Breithorn tödlich. Res hatte bereits einige Gebiete kontrolliert, im Internet recherchiert und auch neue, mögliche Gebiete für den Führer besucht, sei es mit Gästen oder alleine. Viele Informationen hatte Res im Kopf, leider aber noch nicht auf dem Computer oder zu Papier gebracht. Nachdem ich im Frühling 2010 den Kletterführer «Schweiz extrem West» fertiggestellt hatte, stürzte ich mich in die von Res begonnene Arbeit. Nun liegt die Neuauflage vor. Mit mehr als 30 neuen Gebieten und zahlreichen Ergänzungen bietet der Führer viel Neufels mit unzähligen Routen auf jedem Niveau. Zur leichteren Orientierung habe ich den Führer in sieben Teilgebiete unterteilt; eine Übersichtskarte sorgt für Überblick.
Neu hinzu kamen beispielsweise die schönen Gneisklettereien im wildromantischen Val Grisenche oder im Valle di Champorcher, wo «Tommy» über den Dächern von Pontboset über 500 Meter hinweg tolle Kletterei bietet. Weiter Richtung Süden warten im Valle di Susa einige Klettergärten mit kurzem Zustieg, glänzenden Bohrhaken und festem Fels auf dich. Auch im sonnigen Val Durance hat sich einiges getan. Hier reihen sich die Topgebiete in schönster Umgebung bei besten Wetterverhältnissen (300 Sonnentage im Jahr!) aneinander. Neue Gebiete wurden vor allem durch Peter Schoch intensiv auf Plaisir-Tauglichkeit geprüft. Im Valle Formazza findest du den einzigartigen Gneis von Agaro, kletterst direkt über dem See und dem darinliegenden Dorf... Oder auch den Klettergarten «Codelago»: an den ergonomisch perfekt geformten Riesengriffen kannst du deinen durchtrainierten Bizeps optimal einsetzen. Das Tessin, besonders das Valle Maggia ist bekannt für gut abgesicherte Plaisir-Klettereien. Bei schönem Wetter tummeln sich Kletterer scharenweise an der schwarzen Felsplatte oberhalb Ponte Brolla und geniessen die wärmende, im Sommer meist brütend heisse Sonne. Am «Castelliere» fand Häns Müller in den letzten Jahren nochmals mehr als 30 neue Linien. Die hier beschriebenen 99! Routen halten sich tapfer im Plaisir-Bereich und machen das Gebiet zum Kletterparadies schlechthin. Als Ausgleich zu den diffizilen Reibungsklettereien bietet sich oberhalb Brontallo der kürzlich erschlossene Klettergarten «El Cat» mit seinen athletischen Routen und perfekter Absicherung an. Fast so bekannt wie die Plaisir-Gebiete im Tessin ist das Verkehrschaos in Lecco. Dennoch lohnt sich ein Besuch des Lago di Lecco. Sehr beliebt sind die neu eröffneten Sektoren an den versinterten Kalkwänden des Monte San Martino oder die aus dem See ragende Platte von Varenna. Weiter Richtung Norden solltest du die Abzweigung ins Valle Bodengo nicht verpassen, es warten tolle Routen im aussergewöhnlich gefärbten Granit vom «Precipizio di Strem» oder die «Placche del Boggia» direkt in der Schlucht. Ist es der einzigartige Granit oder das einmalige Ambiente? Das Bergell übt eine besondere Anziehungskraft auf Kletterer aus ganz Europa aus. Unzählige Touren wurden bereits eröffnet. Leider sind sich betreffend Absicherungsethik nicht alle einig, so wurden auch schon neue, optimal platzierte Bohrhaken wieder abgeschlagen, schade! Bisher waren einige klassische, alpine Touren beschrieben. Aufgrund mangelnder Absicherung und objektiver Gefahren habe ich mich entschieden diese «Sparte» etwas zu kürzen. Dafür kamen einige neue, gut abgesicherte Touren in schönstem Bergeller-Granit dazu. Erstmals werden auch drei Gebiete der Region um Bergamo beschrieben. Der durchlöcherte Fels der «Presolana» ist unverschämt griffig und ermöglicht den nur selten anwendbaren «presolanischen» Kletterstil – viel Spass.
366 Seiten
Sprache Deutsch / Italienisch / Französisch
Auflage 2011


S. v. Känel
Filidor Verlag

Parse Time: 1.664s